Räuchern mit heimischen Pflanzen
Warum immer weisser Salbei oder Palo Santo? Um uns herum wachsen viele Pflanzen, die sich wunderbar zum Räuchern eignen und perfekt zu uns passen. Sie sind die biologische Antwort auf unser Umfeld. Sie sind denselben energetischen Bedingungen und Umwelteinflüssen ausgesetzt wie wir und entwickeln aus diesem Grund genau die Wirkstoffe, die wir brauchen. Und sie wachsen genau vor unserer Haustüre.
Fast alle heimischen Kräuter eignen sich zum Räuchern. Viele Räucherpflanzen wirken reinigend und klärend und harmonisieren die Räume. Zusätzlich hat jede einzelne von ihnen eine heilende Wirkung auf Körper und Seele.
Kräuterbündel
Meine Kräuterbündel haben als Basis Salbei und wurden mit verschiedenen weiteren Räucherpflanzen kombiniert. Jedes Bündel ist anders und beinhaltet einiger der unten beschriebenen Pflanzen. Die Kräuterbündel sind im Shop erhältlich oder du bindest dir selber eines mit deinen Lieblingspflanzen.
Zum Räuchern kannst du die Spitze anzünden, ein Paar Sekunden warten, die Flamme auspusten und das Bündel glimmen lassen. Je nach dem, musst du ab und zu sanft auf das Bündel pusten, damit es am glimmen bleibt. Zum Räuchern von Innenräumen benutze ich einen kleinen Teller, falls sich kleine Glutstückchen lösen.

Räucherpflanzen
Salbei (Salvia officinalis)
Unser Salbei wirkt reinigend, bringt Klarheit und fördert die Konzentration. Das Aroma wirkt ausgleichend auf die Nerven. Der Name leitet sich vom lateinischen salvare ab, was „heilen“ oder „retten“ bedeutet. Das Wesen des Salbei stärkt die Nerven, unterstützt die Abgrenzung und die Verarbeitung von Reizen.
Beifuss (u.a.Artemisia vulgaris)
Beifuss gilt seit Jahrhunderten als kraftvolle Räucherpflanze in der europäischen Tradition. Schon die Kelten und Germanen nutzten ihn bei Ritualen zur Reinigung, zum Schutz und zur Begleitung in Übergangsphasen. Sein warmer, leicht herber Duft öffnet die Sinne und fördert die Verbindung zur inneren Weisheit. Beifuss galt als die Mutter aller Pflanzen und hat ein zutiefst weibliches, feuriges und zugleich reinigendes Wesen.
Wermut (Artemisia absinthium)
Eine Wermut-Räucherung gibt uns Kraft und wir lassen uns nicht durch negative Gedanken beirren, sondern finden den richtigen Lebensweg. Der aromatische Duft berührt, öffnet und lässt uns neuen Schwung erleben sowie den Mut neue Wege zu gehen. Das Wesen drängt zu innerer Wachheit, Präsenz und bewusster Wahrnehmung. Das Wesen hilft dabei, diese Bitterkeit anzunehmen, sie zu durchdringen und in geistige Klarheit und Tatkraft umzuwandeln.
Thymian (Thymus vulgaris)
Thymian vermittelt eine intensive und gleichmässige Wärme, die kräftigend und stärkend auf der körperlichen wie seelischen Ebene wirkt. Sie hilft das innere Feuer zu nähren. Das griechische Wort «thymos» bedeutet Lebenskraft, Geist, Hauch, Kraft, Mut und Stärke. Im Volksglauben wurde der Thymian zur Abwehr „böser Geister“ verwendet.
Rosmarin (Rosmarini officialis)
Das Wesen des Rosmarins gilt als feurig, wärmend und tief belebend. Er wärmt Körper und Geist, regt die Durchblutung an und gibt Menschen, die sich nicht mehr freuen (sich für nichts mehr erwärmen) können, die Lebensenergie zurück und richtet sie auf. Er belebt den Körper und die Psyche und ist damit das Johanniskraut des Südens.
Echter Dost (Origanum vulgare)
Dost wird im Volksmund auch Wohlgemut genannt. Er weckt die Lebensenergien, fördert die Nervenkraft und vertreibt traurige Gedanken. Wir schauen entspannt und gelassen in die Zukunft. Dieses duftende Wildkraut ist nicht nur aromatisch, sondern auch ein energetisches Schutzschild – es harmonisiert, verleiht Mut und bewahrt vor Fremdeinflüssen. Perfekt gegen innere Anspannung.
Minze (Mentha piperita)
Pfefferminze verströmt beim Räuchern den typischen, angenehm erfrischenden Pfefferminzduft. Es fördert die Konzentration, hilft, klare Gedanken zu fassen und vertreibt Müdigkeit. Auch bei Kopfschmerzen und Erkältung wird der Duft als sehr angenehm empfunden.
Thuja (Thuja occidentalis)
Thuja wird auch Lebensbaum genannt und oft in Zeremonien verwendet. Die Pflanze reinigt Räume und Geist, steigert Lebensfreude und Widerstandskraft, vertreibt negative Energien und hat eine lösende, öffnende Wirkung. Thuja hilft bei der Trauerarbeit und anderen niederdrückenden Problemen und hilft uns Überflüssiges abzuwerfen.
Johanniskraut (Hypericum perforatum)
Das Johanniskraut wird traditionell als Lichtpflanze bezeichnet. Sie hilft bei Traurigkeit, bringt Zuversicht, Schutz und neue Lebenskraft. Sie hilft Spannungen abzubauen und bringt Helligkeit und Wärme in den Raum.
Blauraute (Perovskia abrotanoides)
Die Blauraute, auch «Russischer Salbei» genannt, hat hervorragende Räuchereigenschaften und der klare, aromatische Duft ähnelt dem von weissem Salbei. Sie wird in Russland als Kräutertabak und mildes Anregungsmittel genutzt. Sie steht für Ruhe und Gelassenheit.
Ur-Ursprung
